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Kurator'in für: Fundstücke Klima und Wandel
Strom, Wärme und Mobilität – das sind meine Themen. Ich arbeite seit 2008 als freier Energiejournalist u.a. für die Süddeutsche Zeitung, Spiegel Online, die Neue Zürcher Zeitung, für Riffreporter sowie für einige Fachzeitschriften.
Vor einigen Jahren propagierten die Betreiber fossiler Kraftwerke ein Konzept namens CCS, das ihre Anlagen klimaneutral machen sollte. Die Idee: Das Kohlendioxid wird aus der Abluft der Kraftwerkskessel herausgeholt und dann unterirdisch in porösem Gestein für ewige Zeiten gelagert. Auch wenn das Konzept einige Unterstützung in der Politik fand, wurde es hierzulande nie in der Praxis erprobt. Weil es zu teuer ist, weil sich die Bundesländer querstellten – und vor allem: weil es viel sinnvoller ist, gleich auf erneuerbare Energien zu setzen.
Nun könnte CCS aber doch noch eine Zukunft bekommen, wie Daniel Wetzel in der WELT kurz und knackig berichtet. Nicht, um Kohlekraftwerke am Netz zu halten, sondern im Sinne des Klimaschutzes: Um die Erderwärmung, wie in Paris beschlossen, auf 1,5 Grad zu begrenzen, muss langfristig CO2 aus der Atmosphäre zurückgeholt werden. Das ginge zum Beispiel, indem man Bäume pflanzt, die in Biomasse-Kraftwerken verbrannt werden. Das in den Bäumen gebundene Kohlendioxid wird dann aus der Abluft herausgefiltert und in den Untergrund gepumpt.
Dieser Vorschlag birgt Zündstoff. Denn nicht auszuschließen, dass das Konzept eines Tages den fossilen Energien zu einer Renaissance verhelfen wird, wenn es erst einmal etabliert ist.
Quelle: Daniel Wetzel welt.de
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